Fragen und Antworten

 

Akupressur - wie reagieren die Tiere auf die Akupressur?

Viele Pferde und Hunde, aber auch Katzen, zeigen mir während der Akupressur ziemlich schnell selber, wo auch noch ein Punkt ist, der behandelt werden soll. Während der Massage der Akupunkturpunkte entspannen die meisten Tiere sehr schnell und zeigen verschiedene Reaktionen: sie dösen, sind plötzlich wieder hellwach und konzentriert, werden kurz unruhig, kauen, gähnen, schütteln sich…

 

In welchen Abständen?

Meist merken Sie als Tierbesitzer, wann die nächste Akupressur-Massage sein soll. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Akupressur gesundheiterhaltend oder Therapie-begleitend anzuwenden und nicht zu warten, bis der Energiefluss in den Meridianen wieder unterbrochen und/oder gestört ist. Deshalb sind regelmässige Behandlungen sinnvoll. 

 

Im November 2017 wurde ein Artikel von Alexandra Koch zum Thema Akupressur in der "Pferdewoche" veröffentlicht. Nachfolgend finden Sie die Fragen, die Frau Koch mir für diesen Artikel stellte und meine Antworten dazu.

 

Ist Akupressur für jedes Pferd und jeden Hund geeignet?

Grundsätzlich ja, es gibt aber Akupunktur- bzw. Akupressurpunkte, die nicht in jedem Fall

angewandt werden dürfen, zum Beispiel bei trächtigen Tierenn. Bis jetzt haben alle Pferde

und Hunde, die mir vorgestellt wurden, sehr positiv auf die Akupressur reagiert. Ich denke,

Tiere sind offenherzig und dankbar, wenn sie spüren, dass man ihnen etwas Gutes tut.

Menschen haben bestimmte Vorurteile, Vorstellungen und Bilder im Kopf und können so

unter Umständen die eine oder andere Behandlungsmethode nicht annehmen. Ich nehme

jedes Tier und seinen Besitzer so an wie sie sind. Dadurch gewinne ich sehr schnell das

Vertrauen von beiden.  Einzelne Tiere sind anfangs etwas ablehnend oder reagieren

nervös, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Oder auch, weil ich einen Punkt finde,

der das Tier stört. Solche Punkte lasse ich dann anfangs bewusst weg und gehe am Ende

der Akupressur nochmals an diese Stelle. Das Pferd (oder der Hund) hat mich dann soweit

kennen gelernt, dass es mir vertraut und auch diese Stellen behandeln lässt. Manche

Pferde und Hunde sind, je nach Charakter, vor allem anfangs etwas „zappelig“, sie wollen

sich bewegen, merken, dass „etwas“ in ihnen bewegt wird. Das lasse ich soweit wie möglich

zu. Aus Erfahrung weiss ich, dass auch diese Pferde und Hunde nach einiger Zeit entspan-

nen können. Ich habe ein Kundenpferd, das schon seit Jahren koppt. Während der Aku

pressur vergisst es dieses Verhalten, auch wenn Gegenstände, an denen es koppen 

könnte, vorhanden sind. Und: gerade bei Verspannungen und Nervosität erzielt die

Akupressur ganz tolle Resultate.

           

Was sollte ein Pferdehalter beachten, der Akupressur selbst anwenden möchte?

Sind spezielle Kurse ratsam? Oder sollte man bei Akupressur stets Fachleute heranlassen?

Nach „Anweisung“ kann man sicher den einen oder anderen Punkt akupressieren. Ich zeige meinen Kunden gerne, welchen Punkten sie selber Beachtung schenken können, bis ich wieder gerufen werde. Wie bei allen Tätigkeiten macht es Sinn, sich das entsprechende Wissen durch Aus- und Weiterbildung anzueignen, wenn man mehr in die Tiefe gehen will. Meiner Meinung nach braucht es nicht nur das „theoretische“ Wissen, wo die Punkte liegen und was sie bewirken. Man muss auch gut „geerdet sein“ und eine grosse Portion „Gefühl in den Händen und Fingerspitzen“ haben, gepaart mit Erfahrung, damit die Akupressur richtig angewandt und die Energie in den Meridianen zum Fliessen gebracht wird.

 

 

Als Unterstützung bei welchen Erkrankungen/Problemen des Pferdes wenden Sie

Akupressur hauptsächlich an?

Bei verspannter Muskulatur / Rückenproblemen / Arthrose / Stoffwechselstörungen, die sich

u.a. mit „dicken Beinen“ oder Fellwechselstörungen zeigen (auch bei Cushing) / unter-

stützend bei psychischen Problemen, die physische Beschwerden verursachen / Narben /

Allergien / unterstützend bei ängstlichen, unsicheren und beruhigend bei nervösen Tieren /

zur Konzentrationsförderung / bei Schmerzen / unterstützend bei verletzungsbedingten

Ruhepausen. 

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Blutegel - wie wirken sie und wie reagieren die behandelten Tiere auf die Egel?

 

Menschen beschreiben den Biss des Blutegels als nicht besonders schmerzhaft, meist mit der Berührung durch eine Brennnessel oder dem Stich eines kleinen Insektes verglichen. Die meisten Tiere zeigen kaum Abwehrreaktionen und akzeptieren in der Regel den Egel sehr geduldig. Es wird vermutet, dass einer der vielen Inhaltsstoffe, die der Egel während dem Saugen abgibt, eine leicht sedierende Wirkung hat. Viele Tiere dösen während der Behandlung gelassen vor sich hin oder schlafen dabei ein.

 

Da die Egel zwischen 15 bis 60 Minuten, manchmal aber auch länger saugen, ist Geduld bei den Zweibeinern angesagt. Wenn der Egel abfällt, blutet die Wunde noch längere Zeit nach.

Diese Nachblutung ist wichtig und soll nicht "künstlich" gestoppt werden, sie gehört zum Heilungsprozess. Wenn die Wunde beginnt zu verkrusten, ist die Durchblutung rund um die Wunde immer noch erhöht, was sich durch einen leichten Juckreiz zeigen kann.

 

Blutegel können bei folgenden Krankheiten sehr erfolgreich eingesetzt werden: Abszesse, Arthritis, Arthrose, Ataxien, eitrigen Wunden, Ekzemen, Juckreiz, akuten und chronischen Entzündungen, Furunkeln, Gelenkdegenerationen, Gelenkgallen, Gelenkdysplasie, Hämatomen, Hautveränderungen, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Hufknorpelverknöcherung, infizierten Insektenstichen, Kreuzbandverletzungen, Kreuzverschlag, lymphatischen Stauungen, Mauke, degenerativer Myelopathie bei Hunden (keine Heilung, aber Verbesserung der Lebensqualität), Muskelatrophie, Narben, Nervenentzündungen, Ödemen, Ohr-Ekzem, Operationswunden, Patella-Luxation, Rheuma, Sattel- oder Gurtdruckstellen, Sommerekzem, Spondylose, Stollbeulen, Stumpfheilung (nach Amputation von Gliedmassen), Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen, venösen Stauungen, zur Wundheilung, Zeckenbissen

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Verladetraining - für Pferde, die nicht in den Pferdeanhänger einsteigen und/oder drin bleiben wollen

 

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Pferd nicht oder nicht mehr in den Transporter einsteigen will.

 

Zusammen mit Ihnen suche ich die Ursache. Ich zeige den Pferden und Ihnen wie ein Verlade-Training nach den Methoden des Natural Horsemanship aufgebaut und erfolgreich umgesetzt wird. Es ist nicht oberstes Ziel, dass ein Pferd unbedingt bei der ersten Trainingseinheit schon im Transporter steht. Je nach Pferdepersönlichkeit und Erfahrungen, die das Pferd schon gemacht hat, kann es länger dauern, bis das Pferd Vertrauen in den Anhänger hat, ruhig ein- und aussteigen, aber auch gelassen drin bleiben kann. Ziel ist es, dass das Pferd irgendwann von sich aus in den Transporter steigt. Ich übe in einem ersten Schritt zuerst mit dem Pferd alleine.

 

In der zweiten Phase werden Sie als Besitzer/in integriert - das Pferd muss lernen, dass es auch bei Ihnen einsteigen kann.

 

In der dritten Phase fahren wir ein kurzes Stück und laden das Pferd an einem fremden Ort aus. So lernt das Pferd, dass es überall aus- und wieder einsteigen kann und es immer wieder zurück in seinen Stall kommt. 

 

Für das Verladetraining bringe ich Geduld, Verständnis und Erfahrung aus dem Natural Horsemanship mit. Eine Trainingssequenz dauert bei mir am Anfang mindestens zwei Stunden, manchmal auch etwas länger - ich biete keine "Hauruckübung" an, sondern will Ihrem Pferd und Ihnen zeigen, dass auch ein Transporter nichts ungeheuerliches oder gefährliches ist und ein komfortabler Ort sein kann.

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Übernimmt Ihre Tierversicherung meine Behandlung Ihres Vierbeiners (Akupressur/Blutegeltherapie)?

 

Es gibt Versicherungen (z.Bsp. Mobiliar), die meine Therapie bei entsprechender Versicherung Ihres Tieres - allenfalls gegen tierärztliche Verordnung - übernehmen.